Häufige Fragen

Was ist, wenn ein wildes Tier kommt?

In der Vorbereitung besprechen wir konkret, welche Tiere in der jeweiligen Region realistisch sind, wie du dich verhältst und wie wir das Gebiet einschätzen. Du bekommst klare Verhaltensregeln, damit aus „Kopfkino“ Handlungssicherheit wird.

Wie gehe ich mit Angst vor dem Fasten um?

Fasten ist kein Zwang. Wir klären deine Bedenken individuell im Vorfeld. Viele Menschen trinken ausreichend und nutzen bei Bedarf einfache Hilfen wie Elektrolyte. Es gibt auch angepasste Formen, wenn das für dich stimmiger und sicherer ist.

Wie anstrengend ist Fasten körperlich – und welche Voraussetzungen brauche ich?

Wir prüfen gesundheitliche Aspekte vorab mit dir. Fasten kann sehr unterschiedlich erlebt werden: von Schwäche bis überraschender Klarheit. Wir achten darauf, dass du nicht in eine gefährliche Kreislaufsituation rutschst. Gleichzeitig darf die Reduktion etwas in Bewegung bringen – genau dafür ist der Rahmen da.

Gibt es eine Altersgrenze?

In der Regel: ab 21 Jahren. Nach oben gibt es keine feste Grenze, solange es gesundheitlich gut möglich ist.
 

Was, wenn ich Angst vor der Dunkelheit habe?
 

Dunkelheit ist ein wichtiger Teil der Erfahrung – und kann herausfordernd sein. Wir sprechen Ängste vorher offen an. Du musst nichts „durchdrücken“. Wenn nötig, finden wir eine stimmige Anpassung, die Sicherheit und Prozess verbindet.
 

Wie funktioniert euer Sicherheitssystem?
 

Wir arbeiten mit einem Buddysystem und einem klaren Sichtbarkeits-Netz: Du gibst in vereinbarten Rhythmen kurze Zeichen, dass es dir gut geht. Das Leitungsteam weiß, wo du bist, und bleibt in erreichbarer Nähe.
Du hast eine Trillerpfeife für akute Signale. Für Notfälle gibt es definierte Abläufe. Das Team bringt Erste-Hilfe-Kompetenz sowie psychologische/traumasensible Erfahrung mit. Ärztliche und regionale Notfallstrukturen sind vor Ort geklärt.
 

Muss ich das „durchhalten“?
 

Nein. Eine Visionssuche ist kein Durchhalte-Wettkampf. Du kannst jederzeit ins Basislager zurückkommen. Es geht darum, deine Grenzen achtsam zu erweitern, nicht sie zu überfahren. Auch ein Abbruch kann eine stimmige und wertvolle Erfahrung sein.
 

Was muss ich praktisch mitbringen?
 

Du bekommst nach Anmeldung eine Ausrüstungsliste. Zusätzlich erhältst du einen Gesundheitsfragebogen und einen Bogen zur Intention/Absicht.
 

Was sind die Voraussetzungen für eine Teilnahme?
 

Wichtig sind eine grundsätzliche körperliche und seelische Stabilität sowie die Bereitschaft, dich auf einen tieferen Prozess einzulassen. Individuelle Themen, Vorerfahrungen oder gesundheitliche Besonderheiten besprechen wir vorab, um eine passende Form zu finden.
 

Wie finde ich meinen Platz – und was, wenn ich mich dort unwohl fühle?
 

Die Platzsuche hat in der Vorbereitung einen eigenen Raum. Du wählst deinen Ort innerhalb eines klar abgesteckten Bereichs. Wenn sich der Platz nicht richtig anfühlt, ist ein Wechsel in Absprache mit dem Team möglich.
 

Wie bin ich untergebracht?
 

Vor und nach der Solozeit bist du im Basislager: eigener Schlafplatz, gemeinsame Essenszeiten und Gruppensettings. In der Auszeit nimmst du nur das Nötige mit nach draußen. Danach kehrst du ins Basislager zurück.
 

Warum allein, fastend und ohne Dach?
 

Weil diese drei reduzierten Grundbedingungen viele Alltags-Sicherheiten kurz aussetzen. Das kann helfen, aus gewohnten Rollen herauszufinden und dem eigenen Wesenskern näherzukommen. Gleichzeitig gilt: Diese drei Elemente dürfen hinterfragt und angepasst werden, wenn es für deine Sicherheit und deinen Prozess sinnvoll ist.
 

Wie gehe ich mit bestehenden Gesundheitsproblemen um?
 

Das klären wir im Vorfeld. Falls nötig, in Abstimmung mit Hausärzt*in oder Therapeut*in. Entscheidend ist, dass wir den Rahmen so gestalten, dass er verantwortbar und stabil ist.
 

Was, wenn ich dann doch nicht allein raus will?
 

Auch dann gilt: kein Muss. Wir schauen gemeinsam, was passt. Möglichkeiten können sein: zunächst nur tagsüber draußen, kurze begleitete Check-ins, oder eine sanftere Variante der Auszeit. Das ist Teil unseres traumasensiblen Ansatzes.
 

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